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Jürgen [08.07.2006 13:39]Zu Homöopathie
Der Beitrag ist gut geschrieben, sachlich und neutral.
Ja es ist erstaunlich, wieviel positives berichtet über Homöopathie wird (auch Untersuchungen sehr angesehener Wissenschaftler) aber (noch) kein unumstößlicher Beweis vorliegt.
Reineer Pclacebo-Effekt kann es nicht sein, da es viele positive Berichte Tiere betreffend gibt.
Übrigens wäre eine systematishce Nutzung des Placebo-Effekts sehr sinnvoll. Das gilt als unwissenschaftlich ist aber das beste überhaupt und garantiert ohne Nebenwirkungen.
Kann es sein, dass sich bestimmte Phänomene der ach so wissenschaftlichen Methodik entziehen, weil wir a priori Erklärungen von vornherein ausschließen, die nicht in unser Weltbild passen?
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Marcus Haas [09.07.2006 07:02]Antw.: Zu Homöopathie
Das wir viele Phänomene nicht verstehen ist richtig, und selbst ich habe schon von Freunden und bekannten gehört, denen Homöopathie geholfen hat.
Meine Kritik richtet sich deshalb nicht an die Methode selbst, obwohl ich umfangreiche und objetive Studien begrüßen würde (und vorher nicht an ihre Wirksamkeit glauben werde - wobei ich von Glauben ohnehin nicht viel halte), sondern an die unwissenschaftlichen Erklärungen, die von ihren Anhängern vorgebracht werden und die zweifellos nicht mit dem Wissen in Einklang gebracht werden könnn, das wir inzwischen tatsächlich von der Welt haben.
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Alexander [12.09.2006 07:08]Antw.: Zu Homöopathie
Zitat: Übrigens wäre eine systematishce Nutzung des Placebo-Effekts sehr sinnvoll. Das gilt als unwissenschaftlich ist aber das beste überhaupt und garantiert ohne Nebenwirkungen.
Das Problem ist: in den meisten Fällen aber leider auch komplett ohne Wirkung. :)
Das es den Placeboeffekt gibt, steht außer Frage. Nur leider ist die Anzahl wo er effektiv auftritt dann doch sehr klein. (Deutlich unter 10%)
Und es ist einfach unethisch einem Menschen zu sagen das man ein Medikament gegen seine Krankheit hat, in in Wahrheit aber nichts dafür tut um sein leiden zu lindern, sondern darauf hofft das er sich selber heilt. Dazu kommt, das man u.U. wichtige Zeit verliert wenn eine ernsthafte Erkrankung vorliegt.
[quote]Reineer Pclacebo-Effekt kann es nicht sein, da es viele positive Berichte Tiere betreffend gibt.[/quote]
Dieser Satz ist doppelt problematisch:
(1) Es gibt Placeboeffekte auch bei Tieren (sie reagieren - wie Menschen - einfach postiv auf Fürsorge)
(2) Man kann eben nicht trennen wo genau das eine aufhört und eine eventuelle medizinische Wirkung anfängt, eifnach weil mans schon keine "echte Wirkung" nachweisen kann.
[quote]Kann es sein, dass sich bestimmte Phänomene der ach so wissenschaftlichen Methodik entziehen, weil wir a priori Erklärungen von vornherein ausschließen, die nicht in unser Weltbild passen?[/quote]
Ärzte sind meistens in der Beziehung recht pragmatsich: Hauptsache es wirkt. Und aus der Praxis weiß man, das der Wille Berge versetzen kann.
Es ist so, dass der Glaube gesund zu sein bzw. werden die Gesundheit positiv beeinflusst.
Andersrum können psychologische Probleme in ernsthafte körperliche Beschwerden umschlagen.
Das wird niemand leugnen.
Nur warum man das auf evident falsche Tatsachen zurückführen muss verschließt sich mir.
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Andreas Kossorz [18.09.2007 08:41]Antw.: Antw.: Zu Homöopathie
Hallo,
Zitat: ... Nur warum man das auf evident falsche Tatsachen zurückführen muss verschließt sich mir.
Genau hier liegt Ihr Problem: Das was sich Ihnen verschließt als falsche Tatsache hinzustellen.
Es ist die uralte Arroganz der (sog.) Naturwissenschaft, nur die eine Wahrheit gelten zu lassen: Alles was sie nicht sehen oder beweisen kann, ist nicht vorhanden.
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Daniel [09.12.2009 13:19]Antw.: Antw.: Antw.: Zu Homöopathie
Zitat: Alles was sie nicht sehen oder beweisen kann, ist nicht vorhanden.
Falsch, alles was sie nicht sehen kann, kann sie nicht beweisen.
Kein Naturwissenschaftler wird je sagen, dass er den Beweis für die Nichtexistenz Gottes hätte. Dies ist Prinzipiell unmöglich: Man kann die Nichtexistenz von jergendwas nicht beweisen, sondern immer nur dessen Existenz. Die Homöopathen müssen also deren Wirksamkeit beweisen, dies ist ihnen aber noch nicht gelungen. Desweiteren können Biologen aber durchaus "sehen", dass hochverdünnte rituell hergestellte Substanzen keinerlei Wirkung auf Biologische Systeme haben. Genauso können Wissenschaftler "sehen", dass das Wasser ein Gedächtniss von ca. 50 fs (femto sekunden) hat, und dass Wasserstoffbrücken eine Lebensdauer von nur ca. 1 ps(pico sekunde) haben.
Statt nun aber dieses Wissen über die Natur zu akzeptieren, stellen Homöopathen immer wieder neue pseudowissenschaftliche Spekulationen über die Wirkmechanismen der Homöopathie auf. Genau das ist aber der wesentlicher Punkt der naturwissenschaftlichen Kritik an die Homöophatie. Vielleicht gibt es ja jrgendeine Art von übernatürlicher Wirkweise, wer weiß, nur beweisen wird sich das nie können. Was sich allerdings prinzpiell beweisen lassen kann, ist die Wirksamkeit dieser Mittel. Dies ist allerdings, wie schon oben gesagt, den Homöopathen seit 1796(!) noch nicht gelungen.
Viele Grüße, Daniel
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Ekkehard [24.07.2010 16:05]Antw.: Antw.: Antw.: Antw.: Zu Homöopathie
Dabei gibt es durchaus Dinge, die man nicht sehen, die man aber zumindest mathematisch beweisen kann. Z.B. die Strings. Auch Antimaterie ist nicht direkt sichtbar, aber indirekt nachweisbar.
Wenn der Placebo-Effekt so wichtig wäre, dann müsst er uns doch in jeder Hinsicht vor Krankheiten schützen, denn ein jeder glaubt doch daran, dass das, was er isst, ihn auch gesund erhält oder macht. Dem ist a posteriori aber nicht so. Deswegen ist die Argumentation, die auf Psycho- oder Placebo-Effekte beruht, nicht tragfähig. Diverse Krankheiten (Grauer Star, Dermatitis, diverse Krebsarten u.v.m.) lassen sich nun einmal auch durch wissenschaftlich nachweislich wirksame Methoden nicht heilen. Aber sie - die Methoden, Untersuchungen, Medikamente etc. - haben den Nutzen, dass die Pharmaindustrie daran verdient.
An der Homöopathie aber kann man sich keine goldene Nase als Pharmazeut verdienen. Deswegen wird sie wissenschaftlich bekämpft.
Für Akupunktur gilt ähnliches.
Wären Einsteins Theorien nicht für die Atomwirtschaft und das Militär, die Rüstungsindustrie von Nutzen (gewesen), würde man ihn heute noch verlachen. Atome spalten - pha, wo gibts denn sowas? Und das Licht ist Teilchen UND Welle zugleich. Auch unmöglich für Physiker des 19. Jhds. Heute zwar bewiesene, aber keineswegs verstandene, da eben unlogische Sache. Auch die Richtigkeit der Relativitätstheorie kann niemand - außer Einstein selbst - beweisen. Trotzdem aber wirken und funktionieren (bis zum gewissen Maße) Atombomben und Atomkraftwerke.
Herzlichen Gruß, Ekkehard
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