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Forum: Pseudowissenschaft

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Mole [30.11.2006 21:15]Zum Geradstreckenverleger

Die kurze Anmerkung zum Geradstreckenverleger finde ich sehr anmaßend. Haben Sie sich genau durchgelesen, wie die verlegung gemacht wurde ? Dann werden Sie auch bemerkt haben, daß die einzelnen geraden Segmente durch Spanndrähte gespanntwaren, die ja eine eigene Verformung durch geringe Gravitationskräfte nicht zu ließen. Außerdem ist da noch die tatsache, daß die Peilung über den aufgebauten Geradstreckenverleger genau auf die wasseroberfläche stieß. Das wäre bei dieser Konstruktion bei abwärts gekrümmter Erde gar nicht möglich. Höchstens würde sich die Konstruktion der Wasseroberfläche asymptotisch nähern. Außerdem wäre dann keine Peilung in der beschriebenen Art und Weise möglich.
Ich bin kein (!!) Anhänger der Innenwelt-Theorie, vermisse es aber, daß mit wirklichen echten physikalisch nachvollziehbaren Argumenten an die Sache heran gegangen wird. Um den geradstreckenverleger zu widerlegen muß man schon ein bißchen mehr physikalisches Wissen ins Feld führen. Mit Ihrer kurzen und knappen angeblichen Widerlegung geben Sie der Sache nur neue Nahrung.
Martin
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Marcus [01.12.2006 08:46]Antw.: Zum Geradstreckenverleger

Auf jeden Fall wird dadurch eine Diskussion angeregt, z.B. Hier:
http://www.wer-weiss-was.de/theme196/article510806.html

Aber neben der Genauigkeit der Apparatur, die leider nur unzureichend bestimmt wurde und Aufbauvarianzen, die sich erst bei mehrmaliger Wiederholung gezeigt hätten, gibt es auch noch das Phänomen, dass Licht in unterschiedlich warmen Luftschichten gekrümmt wird (man hätte die Messung demnach bei unterschiedlichen Witterungen wiederholen müssen).
Des weiteren war damals noch nicht bekannt, dass das Schwerefeld der Erde nicht kugelsymmetrisch ist, sondern eher einer Kartoffel gleicht (etwas übertrieben), die Schwereverteilung zu messen war zum Zeitpunkt des Geradstreckenverlegers noch nicht möglich.

Weitere Kritikpunkte werden hier genannt:
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/showflat.php/Cat/0/Number/31013/Main/29103

Meine Darstellung in dem Artikel war damit offensichtlich nicht ganz vollständig – danke für Deinen Hinweis. Das wichtigste Argument, dass der Geradstreckenverleger das Innenweltbild nicht bestätigen kann, weil der Atomdurchmesser mit der Tiefe (Höhe? - jedenfalls von der Sonne weg) aufgrund der veränderten Lichtgeschwindigkeit zunehmen würde, habe ich genannt.
Antworten

Ulrich T. [10.01.2007 09:01]Antw.: Zum Geradstreckenverleger

Hi Martin,

>Die kurze Anmerkung zum Geradstreckenverleger finde ich sehr anmaßend. Haben >Sie sich genau durchgelesen, wie die verlegung gemacht wurde ?

Dazu noch eine schöne Rechnung: http://www.mondlandung.pcdl.de/anderes/rechnung.htm

Sorry, aber mit einem solchen Aufbau eine solche Genauigkeit erreichen zu wollen, ist mehr als nur abenteuerlich. Sie wäre selbst unter heutigen Umständen mit dieser Konstruktion nahezu unmöglich.

mfg Ulrich
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Christian [11.02.2007 19:15]Antw.: Antw.: Zum Geradstreckenverleger

Wenn ich hier nochmal auf die Genauigkeit des Geradstreckenverlegers hinweisen darf?

Genauigkeit des Geradstreckenverlegers:

Morrow war sich den Anforderungen wohl bewusst, die an die Genauigkeit des Gerätes gestellt werden mussten. Er schreibt darüber auf Seite 101:
"Um zuverlässige Schlüsse ziehen zu können, ist es unbedingt notwendig, dass die Genauigkeit des Apparates geprüft wird. Den Initiatoren dieser Messung, uns selbst und der Welt gegenüber haben wir die Pflicht zur Präzision. Dieser Gedanke war uns ein mächtiger Antrieb, die größte nur mögliche Genauigkeit anzustreben.
Die Vorsicht nötigte uns, dass wir uns vergewisserten, ob ein solcher Apparat auch praktisches und exaktes Arbeiten ermöglicht, damit nicht Monate unserer Zeit, sowie geistige und körperliche Energie nutzlos in einem vergeblichen Versuch, diese Frage zu klären, verbraucht würden.

Es war nötig, den Apparat den schärfsten Prüfungen zu unterziehen. Der Apparat war neu. War er ungenau, so musste er genau gemacht werden.
Unsere Mitarbeiter mussten durch praktische Erfahrung mit dem Apparat Übung und Geschicklichkeit erlangen, bevor man exakte Einstellung erwarten durfte.
Einige Wochen waren für diese einübende Handhabung des Apparates und für Versuchsmessungen vorgesehen.

Die Querarme der verschiedenen Gevierte mussten auf Rechtwinkligkeit mit der Haarlinie bzw. mit der Achse des betreffenden Gevierts geprüft werden.

Der Erfinder des Gerätes und Techniker verbrachten vier Wochen mit der Prüfung und dem Einjustieren der rechten Winkel. Sechs Testserien wurden gemacht.
Jedes Geviert wurde über 50 mal auf einem Spezialprüfstand umgekehrt, und zwar sowohl in Längs- als auch in Querrichtung. Punkte und feinste Haarlinien waren auf Stahl und Messingplatten eingraviert.
Sie dienten als Marken zur Einstellung der Gevierte. Die Beobachtung erfolgte unter dem Mikroskop.
Auf diese Weise konnten die geringsten Winkelabweichungen erkannt werden.
Wenn die Haarlinie der Gevierte in den Lagen und Umkehrungen, in die sie gebracht werden können, immer auf denselben Punkt unter dem Mikroskop fielen, so war damit bewiesen, dass die Querarme zur Haarlinie auf dem Horizontalarm absolut rechtwinklig waren."


Wenn dies für heutige Verhältnisse nicht genau genug ist, dann bräuchte man den Versuch im Grunde nur mit heutigen Standards wiederholen.

Oder, was vermutlich einfacher wäre, man bräuchte nur die Lichtgeschwindigkeit im Weltraum messen. Die NASA/ESA scheint dies aber nicht für nötig zu halten. "Warum?" frage ich da! Ehe diese Messung nicht durchgeführt wurde, bleibt also die Frage: "Hohlkugel oder Vollkugel?"

mfg

Christian
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Ulrich T. [12.02.2007 17:39]Zum Geradstreckenverleger

Hi Christian,

da steht nichts über die Größenordnung der Genauigkeit. Und auf die kommts an. Eine Aussage wie "...konnten die geringsten Winkelabweichungen erkannt werden..:" hat genau in der heutigen Zeit keine Bedeutung. Wie groß genau ist denn gering?

Bei Uwe finde ich dagegen:
Fällt man zwei Lote im horizontalen Abstand von 3,6 m, so beträgt über eine Höhe von 1,2 m die Abweichung von der Parallelität etwa 0,678 µm. (siehe Skizze)

Die Parallelität der Messingplatten auf den Querhölzern muss folglich um ein vielfaches genauer sein als 0,678 µm auf 1,2 m, wenn der Erdumfang mit einer Toleranz von höchsten 5% mit dem Gradestreckenverleger ermittelt werden soll.
Die Messingplatten auf den Querhölzern müssen so genau justiert werden, dass die Abweichung höchsten 34 nm beträgt.


Die Frage Hohl- oder Vollkugel stellt sich mir einfach nicht, da ein Geradstreckenverleger ein mehr als ungenaue Meßvorrichtung ist.

mfg Ulrich



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Heinz [12.02.2007 22:19]Antw.: Antw.: Antw.: Zum Geradstreckenverleger

Die Vakuumlichtgeschwindigkeit beträgt c = 299.792.458 m/s. Wo liegt Dein Problem?
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